Das Zeitalter der alternativen Fakten

Trump hat ein paar äußerst flamboyante Mitarbeiter. Einer von ihnen ist mit Sicherheit Kellyanne Conway. Sie prägte den Begriff „alternative Fakten“. Das Geschrei der Mainstreammedien war groß. Alternative Fakten passen ihnen nämlich gar nicht ins Konzept, insbesondere wenn sie ihrem Narrativ widersprechen. Sie berufen sich darauf, die WAHRHEIT für sich gepachtet zu haben. Dabei übersehen sie eine Sache: Es gibt keine absolute Wahrheit. Allerdings hat nicht Trump sie zerstört. Nein, es waren die postmodernen Intellektuellen, die Kulturmarxisten, viele von Ihnen Mainstream-Journalisten, die die objektive Wahrheit dekonstruiert haben.

Postmoderne und die Frankfurter Schule

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde offensichtlich, dass der real existierende Marxismus in Form der Sowjetunion und seinen vasallisierten Satellitenstaaten, ein Albtraum aus Unmenschlichkeit und Ineffizienz war. Millionen Tote durch die Revolutionen, weitere Millionen in den Gulags und Umerziehungslagern, weitere Millionen in Hunger und Armut. Die von Marx vorhergesagte weltweite Revolution blieb aus. Also fanden sich in den 20er Jahren meist jüdische Intellektuelle zusammen und gründeten die „Frankfurter Schule“, ein Institut für Sozialforschung in Frankfurt, welches dann in den 30er Jahren nach New York exilierte. Adorno, Marcuse, Horkheimer sind einige der tragenden Figuren, des Kulturmarxismus Frankfurter Prägung. Und so wandelte sich der Marxismus von einer Arbeiterbewegung, zu einer Intellektuellenbewegung.

Die Linken der 68er schworen, den Kulturmarxismus an die Schaltstellen der Macht zu bringen. Und so begaben sie sich auf den „Marsch auf die Institutionen“ (in Anlehnung an Maos „großen Marsch“). Die Institutionen, die sie angriffen sind: Politik, Medien, Bildung und Justiz. Und man muss zusammenfassend sagen: mit Erfolg. Die 68er haben in Deutschland diese vier integralen Institutionen vollständig übernommen. Mit allen negativen Konsequenzen für unsere Gesellschaft. Nachdem die Revolution von unten gescheitert ist, versuchen die Kulturmarxisten es nun mit der Revolution von oben. Und um ihre „alternative Wahrheit“ zu verbreiten, müssen sie erstmal die Wahrheit dekonstruieren.

Die Dekonstruktion der Wahrheit

Nachdem die Lehre von Marx in einer Orgie der Gewalt und der Ineffizienz endete, versuchten „Intellektuelle“ wie Horkheimer und Marcuse die Theorie solange zurechtzubiegen und den Fakten den gewünschten Spin zu geben, bis sie passen. (Das ganze lief unter der Bezeichnung „kritische Theorie“).  Während der 60er Jahre entstand immer mehr das Bewusstsein für Ideologie. Nicht die menschliche Natur liegt unserem Handeln zugrunde – wie Marx behauptete – sondern Ideologie. Das war der Beginn des Postmarxismus. Dieser Postmarxismus wurde, insbesondere in den 60er und 70er Jahren, weiterentwickelt am englischen „Birmingham Centre for Contemporary Cultural Studies“. Die Massenmedien wurden hier nicht mehr als Werkzeug des neutralen, objektiven Informationsaustausches angesehen, sondern als Waffe zum Verbreiten der eigenen Ideologie. Aber um die Ideologie trotz aller Widersprüche in die Realität einfügen zu können, muss zuerst die Wahrheit zerstört und zum Hirngespinst degradiert werden.

Der französische „dekonstruktivistische Philosoph“ Jaques Derida verkündete dann das Ende der Wahrheit. Es gebe keine objektive Wahrheit. Es gebe keine konventionellen Analysemethoden, wie Philosophie oder Geschichte, die auf Basis von Sprache eine objektive Wahrheit erzeugen könnten. Laut ihm gibt es keine finale Wahrheit, deren Grundlage die Sprache ist. Und das war das Ende der Wahrheit als solche.

Trump und die Postmoderne

Die postmodernen linken „Intellektuellen“, insbesondere Schriftsteller und Journalisten, haben über Jahre am allermeisten von der Dekonstruktion der Wahrheit profitiert. Die Mainstreammedien mutierten immer mehr. Was wir heute vorfinden, ist nicht mehr objektive Berichterstattung, sondern Erziehungsjournalismus. Über Jahrzehnte verdrehten und verzwirbelten die Journalisten, wie es ihnen passte, nur um das Geschehen in ihre kulturmarxistische Ideologie einordnen zu können. Es geht nicht mehr um Fakten, als solche, sondern nur noch um ihre Interpretation, durch das Prisma der kulturmarxistischen Ideologie. Und während die Linke immer mehr zum Machtfaktor wurde, verschmolz sie mit dem Establishment, welches sie Anfangs bekämpfte. Die Ziele der Plutokraten und der Kulturmarxisten sind heute so gut wie deckungsgleich.
Doch nun kam Trump. Ein Glitch. Ein Fehler im System. Jemand wie er war nicht vorgesehen in den Zirkeln der neoliberalen Kulturmarxisten und Globalisten. Trump bedient sich mit vollen Händen aus dem Werkzeugkoffer der Postmoderne. Es geht ihm genausowenig um nackte Fakten wie unseren Mainstreamjournalisten, sondern um Ideologie. Und er spielt die Klaviatur der Postmoderne, wie kaum jemand vor ihm. Trump ist nicht nur Medienschaffender, sondern er ist selber Teil dieser Medien. Keiner kann ihm in dieser Disziplin das Wasser reichen.
Trump hat weder die Postmoderne, noch die alternativen Fakten erfunden. Aber er ist deren Meister. In einem wahrheitsleeren Raum, in der Zone der dekonstruierten Wahrheit, wird das zur Wahrheit, was die meisten Menschen glauben. Wir erleben gerade einen Kampf der Narrative, einen Informationskrieg nicht gekannter Ausmaße. Nicht nur in den USA, sondern weltweit wird das linke Establishment und ihre Version der Wahrheit angegriffen, um die negativen Folgen des Kulturmarxismus und Globalismus aufzuhalten und umzukehren.

Die nächsten Jahre werden zeigen, welches Narrativ sich durchsetzt. Das der kulturmarxistischen Globalisten, oder jenes der freien Völker.

 

Bildquelle:

By self CC BY-SA 2.5-2.0-1.0

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here