Am Sonntag wird in Frankreich gewählt. Die Stimmung ist aufgeheizt, das Land gespalten. Diese Wahl ist eine Schicksalwahl für die EU. Für den Fall, dass LePen gewinnen sollte, hat Sie ein Referendum über den „Frexit“ angekündigt. Und das wäre das Ende der EU in ihrer jetzigen Form und der Weg frei für Reformen.

 

Das Problem mit den Prognosen

LePen liegt in den Polls jedoch zurück. Die Prognosen geben ihr im Moment etwa 40%. In der letzten Wahl 2012 war sie allerdings noch nicht einmal in der Endrunde. Und nach Brexit und Trump sind die Menschen vorsichtiger geworden mit den Prognosen. Die Allianz aus Linken und Bürgerlichen scheint nicht völlig wasserdicht zu sein. Viele Linke, in erster Linie die Anhänger Mélenchons, weigern sich, dem Rothschild-Banker, als Repräsentant einer neoliberalen Elite, ihre Stimme zu geben. LePen als rechter Nationalistin natürlich auch nicht. Sie werden wohl für keinen von beiden stimmen und abstinent bleiben.

Die letzte Debatte vor der Wahl verlief hitzig. Eine Aussage von LePen war auf jeden Fall bemerkenswert und wird vielen Franzosen zu denken geben:

„Frankreich wird durch eine Frau regiert werden – entweder von mir oder von Merkel!“

 

Die Offshore-Leaks

Macrons Integrität wird von vielen durch seine Nähe zu den globalistischen Eliten angezweifelt. Rothschildbanker, Bilderberger und Liebling der Mainstreammedien. Und jetzt wurde seiner Integrität ein weiterer schwerer Schlag versetzt. Geleakte Dokumente zeigen angeblich seine Verwicklungen in Offshore-Bankgeschäfte, was er immer geleugnet hat. Selbstverständlich streitet er auch in dem Fall alles ab, aber die hektische Aktivität der Staatsanwaltschaft macht ihn nicht gerade glaubwürdiger. Hier Auszüge aus der Kommunikation zwischen der Person, der die Leaks gehostet hat und einem Vertreter der französischen Staatsanwaltschaft (den Tweets als Bilder angehangen):

 

Zensur und die Jagd nach den Hackern

Offensichtlich werden sie auf dem Wege die Leaks nicht stopfen können. Die Mainstreammedien sekundierten ihm natürlich wie erwartet. Das „Fact-Checking“ läuft an, die Nachrichten über die Leaks werden als #fakenews geflaggt und so algorithmisch in der Sichtbarkeit gesenkt. Facebook, Twitter, Youtube, Google – überall. Zensur im 21. Jahrhundert.

Und natürlich waren unsere „investigativen“ Mainstreammedien nicht untätig. Allerdings nicht mit der Klärung des Sachverhalts und Macrons Verwicklung in die Offshore-Firmen. Sie waren zu beschäftigt die „Verschwörung“ hinter dieser ganzen Aktion zu aufzudecken. Es handelt sich, wie der Zufall es wollte, um die drei Lieblingsfeinde der Mainstreammedien: Natürlich Trump und sein Team, außerdem professionelle Internet-„Trolle“ (hier repräsentiert durch die Erfinder des „waffenfähigen Autismus“, das Imageboard 4chan) und wie erwartet:

„Die Russen“

Bildquelle:

Copyleft – CC BY 4.0

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