Kurt Eichenwald ist ein Journalist für Vanity Fair, Newsweek, MSNBC und die New York Times. Er machte schon mit zweifelhaften Praktiken auf sich aufmerksam. So gab er sich als Perverser aus und bezahlte einem minderjährigen Pornosternchen viel Geld, um ihn für seine Reportagen benutzen zu können. Bei seinen Recherchen scheint er tiefer in den Sumpf eingedrungen zu sein, als mit der journalitsischen Ethik vereinbar.

Weitere Schlagzeilen machte er, in dem „Assault-GIF“-Fall. Eichenwald ist angeblich Epileptiker. Rayne Rivello, ein Arzt aus Maryland, schickte ihm per Twitter ein stroboartiges, animiertes Bild („GIF“) mit der Nachricht:

„You deserve a seizure for your posts”

Eichenwald, der gut vernetzt zu sein scheint, aktivierte sofort das FBI und erklärte das animierte Bildchen kurzerhand als Anschlag auf sein Leben. Angeblich hätte das animierte Bilchen einen epileptischen Anfall auslösen können. Rivello drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Die Assault-GIF-Verschwörung

Doch die Geschichte wird immer bizarrer. Richard Spencer ist eine wichtige Figur der US-amerikanischen Rechten und er prägte den Begriff „Alt-Right“ (die alternative Rechte). Eichenwald behauptet, es gäbe Aufnahmen in denen Spencer zugibt, Teil einer Verschwörung zum Anschlag auf sein Leben zu sein. Mit animierten Bildchen.

Animierte Bildchen als tödliche Waffe und Teil elektronischer Kriegsführung? Im Fall Rivello zeigt sich sehr gut, dass man mit entsprechender Vernetzung selbst aus dem lächerlichsten Böse-Buben-Streich eine kriminelle Handlung konstruieren kann. So fügt sich dieser Fall ein in den Komplex aus Zensur und Kriminalisierung des Internets, den das Establishment momentan gegen nicht systemkonforme Elemente aufbaut.

Man darf gespannt sein auf die weitere Entwicklung.

Kurt Eichenwalds Twitteraccount wurde übrigens zum schlechtesten des Jahres 2016 gewählt.

 

Bildquelle: Wellcome Trust – CC BY 4.0

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