Wir befinden uns im dritten Zeitalter der Information. Das erste Zeitalter der Information fing an, mit der Erfindung der Schrift. Unsere Geschichtsschreibung beginnt im Prinzip an dem Punkt, an dem die Schrift erfunden wurde. Dokumente geben uns Aufschluß über die Herrscher und ihre Macht, die Völker und ihre Identitäten und ihren Glauben. Doch die Kunst des Lesens und Schreibens blieb einer kleinen Elite an Priestern, Wissenschaftlern und anderen Gelehrten vorbehalten.

Das zweite Zeitalter der Information begann mit dem Buchdruck. Vorher kopierten die Schreiber mühevoll Buchstabe für Buchstabe. Um ein Buch wie die Bibel zu kopieren, brauchte ein Mönch Monate oder gar Jahre. Mit dem Buchdruck konnte man erstmals auf billige Weise Schrifterzeugnisse in großer Zahl herstellen. Mit der höheren Verfügbarkeit des Geschriebenen vergrößerte sich auch der Teil derer, die in der Lage waren es zu entschlüsseln. Die Alphabetisierungrate stieg. Und damit auch die Ausbreitung von Informationen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dem Ende des zweiten Zeitalters, breiteten sich Informationen bereits in rasender Schnelle aus. Erst Telegraf, dann das Telefon und ein großes Angebot von Zeitungen, Radio und später dem Fernseher, brachten Informationen vom anderen Ende der Welt in Sekunden zum Konsumenten. Das System der Massenmedien war geboren. Aber mit der Zeit konzentrierten sich die Medien in den Händen immer weniger Entitäten. Und indem sie die Medien kontrollierten, kontrollierten diese Entitäten das Narrativ und konnten so  ungestört ihre Agenda vorantreiben.

Mit dem Aufkommen von Computern und deren Vernetzung über das Internet begann das dritte Zeitalter der Information. Und die Struktur der Informationsausbreitung veränderte sich. Hatten wir vorher eine vertikale Informationsstruktur, von oben nach unten, haben wir nun eine horizontale. Der Konsument ist selber in der Lage, Informationen innerhalb von Sekunden an Millionen Menschen zu senden. Waren die Medien vorher in der Hand einer kleinen Elite, ist der Konsument selber Teil der Medien geworden, die er konsumiert. Damit stellt er natürlich das Monopol der Eliten auf die Diskurshoheit in Frage.

Die Antwort? Zensur!

 

Die Unterdrückung der Medienrebellion

Da vielen Regierungen in der „freien“ Welt Zensur durch ihre Verfassung untersagt ist, wird zurückgegriffen auf private Unternehmen. Diese übernehmen die Definition der Wahrheit, das sogenannte „Fact-Checking“. Die Social-Media-Plattformen richten Ihre Algorithmen jetzt an diesem Fact-Checking aus. Unliebsame Nachrichten, die diese Fact-Checker als falsch erklären, werden als „Fake-News“ geflaggt und vom Algorithmus in der Sichtbarkeit gesenkt. Wer diese Unternehmen also kontrolliert, kontrolliert auch die „Wahrheit“. Und so wundert es nicht, dass diese Unternehmen von den Eliten finanziert werden. Alleine George Soros hat in so gut wie alle wichtigen Zensurunternehmen investiert: International Fact Checking Network, Poynter, PolitiFact und in Deutschland correctiv und die Amadeu-Antonio-Stiftung. Snopes hat seine Finanzierung nicht offengelegt, beziehungsweise bestreitet überhaupt finanziert zu werden.

Was ist die Agenda der Eliten?

Und was ist die Agenda dieser Eliten? Die Agenda ist eine neoliberale. Eine ständige Umverteilung von fleißig nach reich. Die Gewinne werden privatisiert, die Verluste sozialisiert und vom „kleinen Mann“ getragen. Die Bankenrettung hat den Steuerzahler hunderte Milliarden gekostet und für die Banken gab es im Prinzip keinerlei negative Konsequenzen. Außer ein paar Banken, die geopfert wurden, geht alles eigentlich weiter wie zuvor. Und die Millionenboni durften die Manager der abgewickelten Banken selbstverständlich behalten. Es bedarf schon einer starken Diskurshoheit, um die Bürger derart zu betäuben, dass sie das willig mit sich geschehen lassen.

Und auch Mehrheiten für Kriege lassen sich heutzutage nur noch mit einem massiven Propagandaaufwand erzielen. Jeder hat die Bilder vom Krieg vor Augen und viele von uns kennen die Geschichten ihrer Eltern und Großeltern. Aber jetzt, wo die Generation ausstirbt, die den letzten großen Krieg in Europa noch erlebt hat, schwindet auch die Erinnerung. Anstatt Russland in ein vernünftiges, bilaterales Sicherheitsabkommen einzubinden, gehen die neoliberalen Eliten auf Konfrontationskurs. Die Anti-Russland-Propaganda und Dämonisierungskampagne ist unerträglich und brandgefährlich. Wir waren auf direktem Kurs in eine militärische Konfrontation mit Russland. Durch den Regierungswechsel in den USA scheint die Gefahr ja zum Glück erstmal gebannt. Aber auch wenn es keinen Krieg in Europa oder Amerika gibt, so gibt es doch genug Kriege auf der Welt wo wir mitmischen. Sei es Finanzierung von Konfliktparteien, Belieferung mit Waffen und Material, oder der direkten Intervention. Das ist ein unerträglicher Zustand und auch nur mit massivem Propagandaaufwand möglich.

Ein weiterer Punkt auf der Agenda der Eliten ist die Politik der Open-Borders. Europa wird  mit Millionen von Einwanderern aus Afrika und dem nahen Osten geflutet. Auch hier musste ein starkes Narrativ her, um es den Bürgern „schmackhaft“ zu machen. „Alles Flüchtlinge und außerdem Facharbeiter“, jeder hat die Lügen noch im Kopf. Aber für jeden sichtbar im Netz sind die UN-Pläne zur Replacement Migration. Dort kann sich jeder ein Bild machen, was als Zukunft für Deutschland und Europa vorgesehen ist.

Letztendlich geht es um billige Arbeitskräfte.

Und um die Auflösung von Nationalstaaten und der Vernichtung der Identitäten der Völker. Wenn man keine Identität und keine Identifikation mit dem anderen mehr hat, kann man auch keinen Widerstand mehr organisieren. Die große Anonymisierung, Fragmentierung und Gleichmacherei.

Und wieviel „Diversität“ hat eine Welt, in der alle gleich sind?

Doch das Narrativ der globalistischen Eliten wird immer mehr in Frage gestellt. Millionen Menschen wachen auf und stellen ihre Agenda bloß. Auf der ganzen Welt bildet sich eine Gegenbewegung gegen die globalistischen Eliten. Und um das Narrativ und damit die Diskurshegemonie wieder an sich zu reißen wird jetzt mit Zensur reagiert.

 

Das Imperium schlägt zurück

Doch das neoliberale Establishment beschränkt sich keineswegs nur auf reaktive Maßnahmen. Es wird auch aktiv versucht, bestimmte Narrative zu verbreiten.Das Schema ist folgendermaßen: Ein Mainstreamblatt lanciert eine Nachricht. Diese wird schnell als Lüge enttarnt. Trotzdem verbreiten andere Mainstreamedien die Nachrichten. Und Botnetze pushen die Story und die dazugehörigen #Hashtags. Auf diese Weise werden die Narrative in die sozialen Netzwerke injiziert und gehyped. Allerdings nur über Masse ohne authentischen Momentum.

Und der neueste Schub Dokumente aus den Wikileaks CIA Vault7 „Marble“ zeigt sehr gut, wie der CIA seinen Schadcode derartig modifizert, dass man die Herkunft nicht mehr nachvollziehen werden kann. Das sollte eigentlich auch die letzten Hacking Vorwürfe gegen Russland zumindest unbeweisbar machen.

Der Informationskrieg befindet sich momentan in einem Zustand der Eskalation. Auf der einen Seite das Kapital mit unbegrenzten Ressourcen. Auf der anderen Seite eine alternative Medienlandschaft, mit einem eigenen Narrativ. Und beide arbeiten mit allen Mitteln.

Der Sieger wird das Schicksal unserer Zukunft entscheiden.

 

Ausblick auf die Zukunft

Das vierte Zeitalter der Information wird die Erschaffung einer künstlichen Intelligenz, einer „AI“, einläuten. Eine intelligente Maschine, die in der Lage ist aus den Millionen verfügbaren  Informationsfragmenten über eine Person, dieser Person die für sie optimalste, vollendetste Poesie zu komponieren. Und das für die gesamte Menschheit auf einmal. Google, auch Teil der neoliberalen Netzwerke und andere Firmen arbeiten bereits fieberhaft an deren Erschaffung. Schon jetzt filtert Google und auch die großen Social-Media-Plattformen das, was wir sehen algorithmisch für uns. Schauen wir uns Skischuhe an, zeigt uns Google Werbung über Winterreisen. Eine selbstreferentielle Endlosschleife. Wir geben hier Teile unseres freien Willens an eine Suchmaschine ab. Und auch das Microtargeting von Cambridge-Analytica im US-Wahlkampf 2016 wurde von einer künstlichen Intelligenz organisiert. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Algorithmen Teile der Grundlage für eine zukünftige künstliche Intelligenz sein wird.

Was immer es auch sein wird, es wird unsere Existenz noch nachhaltiger verändern, als es die anderen drei Zeitalter der Information davor zusammen. Und der Zeitpunkt ab dem wir die Entwicklung nicht mehr voraussehen können, wird der sein, an dem die AI anfängt sich selber zu verbessern.

Das wird das Zeitalter der technologischen Singularität.

 

 

Bildquelle:

By ISAF Headquarters Public Affairs Office from Kabul, Afghanistan (100414-9013W-194  Uploaded by Kimse) – CC BY 2.0 – via Wikimedia Commons

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